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Tunebug Shake: Die sichere Art Musik beim fahren zu hören

Veröffentlicht am 03 Juli 2011 11:33, aktualisiert am 03 Juli 2011 22:12 (935 mal angesehen) 3Kommentare

In jedem fahrradbezogenen Forum findet man einen Thread mit heftigen Diskussionen darüber, ob ein Radhelm hilft, vor schweren Verletzungen zu schützen oder nicht. Zumindest in jedem deutschen Radforum, das ich kenne. Ich werde hier nicht die pro-Helm oder die contra-Helm Argumente wiederholen und außerdem werde ich nicht diskutieren, warum oder ob ich einen Helm trage oder nicht. Wie dem auch sei, nun gibt es einen neuen Grund zum Tragen eines Helmes: den Tunbug Shake.

Tunebug Shake

Ihr kennt die Situation vielleicht. Ihr fahrt zum tausendsten Mal Euren Arbeitsweg. Ihr habt Eure Augen auf der Straße aber um die Langeweile der Fahrt zu bekämpfen, hört Ihr Musik mit einem mp3-Player. Es liegt in der Natur eines solchen Geräts, dass Ihr Kopfhörer benötigt, Ihr könnt also nicht hören, was um Euch herum vorgeht. Ist das so? Nun, vor einigen Monaten wurde ein neues Gerät auf den Markt gebracht, das es möglich machen könnte, während der Fahrt Musik zu hören, dabei aber die Ohren offen für die Gemeinheiten des Verkehrs zu haben, wie nicht regelkonforme Autofahrer. Dieses Gerät, der Tunebug Shake, welcher etwa 130 Euro kostet, ist ein Planarwellengenerator ohne eigenen Resonanzkörper. Also muss man ihn an einen Resonanzkörper, wie einen Fahrradhelm, anbringen. Ich habe solch einen Shake bekommen und getestet.

Der Shake wird in einer kleinen Schachtel geliefert und kommt mit zwei Befestigungsmöglichkeiten. Einem Klettband und dem was Tunebug den Gecko-Mount nennt. Das Klettband wird durch die Lüftungsöffnungen des Helms gezogen und presst so den Shake gegen die Helmoberfläche. Wenn man den Gecko-Mount verwenden möchte, der für Helme ohne ausreichend große Lüftungsöffnungen gedacht ist, so wie Skatinghelme, muss man zunächst kleine Klettpads am Helm ankleben und danach den Mount an diesen Pads befestigen. Ich konnte niemanden in meiner Nähe finden, der einen solchen Skatinghelm besitzt, so dass ich nur die Klettband-Befestigung testen konnte.

Bevor man den Shake benutzen kann, muss man ihn aufladen. Ein Klinke/USB-Ladekabel wird mit dem Shake geliefert, man kann das Gerät also an allen USB-Ports laden. Dieser Klinkenanschluss ist die einzige Möglichkeit, ein Kabel an den Shake anzuschließen. Man kann also nicht den mp3-Player während des Ladens dort anschließen. Einen Dynamo-Lader zum Aufladen während der Benutzung zu verwenden, ist somit unmöglich. Nachdem ich den Shake aufgeladen hatte, befestigte ich ihn am Radhelm. Es wurde schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist eine geeignete Stelle auf dem Helm zu finden. Schließlich fand ich eine Position auf diesem Helm, wo der Shake ausreichend fest auf die Helmoberfläche gedrückt wurde (dachte ich). Der Shake wiegt ungefähr 80g, was nicht viel ist, wenn man das Gerät in der Tasche trägt, man bemerkt es allerdings deutlich, wenn man den Helm mit dem daran befestigten Shake trägt. Nachdem man den mp3-Player mit dem ebenfalls mitgelieferten Klinke/Klinke-Kabel an den Shake angeschlossen hat, muss man ihn einschalten. Der Shake hat keine physischen Schalter; stattdessen hat er berührungsempfindliche Stellen, auf die man seine Finger kürzer oder länger halten muss. Dies klappte besser als ich erwartet hatte aber ich fand es fast unmöglich wenn ich Handschuhe trug (Ich machte diesen Test im Januar). Berühren und halten beider Stellen aktiviert also den Shake. Danach prüft er automatisch, ob er sich mit einem Bluetoothgerät verbinden muss (das ging problemlos) oder ob er die Signale via Kabel aufnimmt. Will man die Lautstärke erhöhen oder senken, muss man eine der Stellen kurz berühren. Beide Stellen berührt zu halten führt zur Abschaltung des Shake.

TuneBug Shake


Die Videos auf der Tunebug-Website suggerieren, dass man vor dem Aufsetzen des Helms nichts hören kann. Ich mochte diese Eigenschaft, da ich es hasse, andere Leute durch Lärmemissionen zu stören. Das Ergebnis meines Tests zeigt allerdings, dass man deutlich musikähnlichen Krach außerhalb des Helms hören kann. Hat man den Helm erst mal auf, wird die Qualität viel besser, aber trotzdem schlechter als mit den billigen Kopfhörern, die mit meinem mp3-Player mitgeliefert wurden. Es ist allerdings wunderbar, alles um sich herum zu hören, obwohl man Musik hört. Das funktioniert perfekt. Ob es ein sich näherndes Auto ist, die Geräusche, die ein sich näherndes Rad macht bevor es zum Überholvorgang kommt oder akustische Signale wie Klingeln, Hupen, Rufen oder ähnliches: Man hat wirklich Ohren für den Verkehr. tunebug-002

Während der zweiten Fahrt von etwa 10km (also auf dem Weg von der Arbeit nach Hause), wurden meine positiven Gefühle für den Shake gestört. Er schaltete sich einfach ab. Warum? Hatte ich ihn nicht lange genug aufgeladen? Ich suchte im Internet und fand, dass man ihn wirklich lange aufladen muss (bis zu sechs Stunden). Das probierte ich und benutzte ihn dann nochmals. Es passierte dasselbe wie zuvor. Das Gerät schaltete sich einfach ab. Ich war genervt. Der Akku des Shake, so vermutete ich, schien nicht mit den niedrigen Temperaturen klar zu kommen. Diese Enttäuschung ließ mich den shake in eine Schachtel auf meinem Schreibtisch stecken und fast hätte ich ihn vergessen. Natürlich war die Schachtel jeden Tag in meinem Blick, also durchsuchte ich in einer Mittagspause, die ich vor dem Rechner verbrachte, nochmal das Internet und fand andere Nutzer, die das gleiche Verhalten des Shake berichteten. Sie schrieben, dass er sich nach einer Weile ausschaltete, obwohl er vollständig geladen war. Der Grund für dieses Problem, so zeigte sich, war kein Fehler, sondern eine Funktionalität. Der Shake ist so programmiert, dass er abschaltet, wenn der mp3-Player aufhört Signale zu senden – nur die Zeitspanne, die dafür gewählt wurde, ist etwas kurz. Wenn man also seinen mp3-Player so einstellen kann, dass er kontinuierlich spielt (die Pausen zwischen den Liedern vermeidend), ist alles gut und der Shake wird nicht abschalten. Ich habe es versucht und es stimmt. Nachdem dieses Problem gelöst war, war ich trotzdem noch nicht zufrieden mit dem Shake. Ich musste den mp3-Player sehr laut stellen um unter dem Helm überhaupt etwas zu hören und die Qualität war nicht gut. Ich erinnerte mich, wie schwierig es war, eine gute Stelle auf dem Helm zu finden und beschloss, in einem Radladen zu testen, ob die Qualität bei unterschiedlichen Helmen variieren würde. Ich fuhr zum nächsten Radladen, der KED und Uvex-Helme führt. Es zeigte sich, dass die Wahl des Helmes einen großen Unterschied machte. Man benötigt eine ausreichend große Fläche um den Shake zu platzieren. Außerdem müssen die Ventilationslöcher in der richtigen Position sein um die Klettbänder den Shake feste gegen die Helmoberfläche zu pressen – dies war bei meinen ersten Tests nicht der Fall. Mit den meisten im Radladen angebotenen Helmen erreichte man eine ausreichende Audioqualität, manchmal sogar ziemlich gut.

Tunebug Shake


Der Radladen führte auch Skatinghelme; natürlich war ich nicht in der Lage, die Klett-Pads auf den Helm zu kleben um den Gecko-Mount zu befestigen. Aber presste man den Shake gegen diesen Helm, erlangte man die beste Audioqualität aller getesteten Helme. Außerdem waren die extern zu vernehmenden Geräusche beim Skatinghelm am geringsten ausgeprägt. Das Video auf der Tunebug-Website ist also nicht falsch, man kann nur den Transfer auf normale Radhelme nicht machen…

tunebug-005 Um zusammenzufassen…

Positives:

  • Radfahren mit Musik, dabei aber den Verkehr hören
  • Gute Bedienung
  • Ausreichende Audioqualität
  • Akkulaufzeit ist ausreichend für tägliches Pendeln und mittlere Tagesfahrten (etwa 5 bis 6 Stunden).
  • Einfache Befestigung am Helm
  • Nettes und wertiges Design


Neutrales:

  • Die Audioqualität hängt wesentlich von der Wahl des Helmes ab.
  • Der Einfluss auf den Helm (und den Kopf) im Falle eines Unfalles ist unklar und wurde nicht getestet.


Negatives:

  • Zusätzliches Gewicht am Helm
  • Bedienung mit Handschuhen schlecht
  • Benötigt vergleichsweise lange Ladezeit
  • Laden und gleichzeitig Musik hören nicht möglich
  • Kein Interfacezugriff um Einstellungen (wie Ausschalten von Bluetooth oder Anpassen der Leerlaufzeit vor Geräteabschaltung) zu verändern
  • Ziemlich teures Gadget

Redactie

Kommentare (3)

toni

Ondanks dat je in de beginparagraaf aangeeft dat er discussie bestaat over of een helm de veiligheid bevordert, geef je in de titel wel de suggestie dat dat wel zo zou zijn.

Hoewel ik het niet onderzocht heb, kan ik met aan zekerheid grenzende waarschijnlijkheid verklaren dat als je een stuk elektronica op je helm bind de beschermende werking daarvan dan niet verbeterd zal worden. In tegendeel, bij een val o.i.d. verwacht ik een piek spanning/kracht op de randen waardoor de helm te snel zal falen.

toni, 04 Jul 2011 14:19

MaartenSneep

Alleen als het ‘veilig’ beperkt blijft tot het kunnen horen van het overig verkeer, kan ik me bij de titel iets voorstellen.

Overigens zijn dergelijke systemen al besproken door Knurft. Echt enthousiast was hij er niet over.

MaartenSneep, 04 Jul 2011 21:30

TeJayLigFts

Een van de (tekst-)problemen is dat de kop maar 60 karakters mag bedragen.

Er wordt wel in het verhaal gezegd dat het omgevingsgeluid én de muziek te horen is. Het is een soort van passieve veiligheid: voordat er iets zou kunnen gebeuren ben je het al gewaar (luisterend).
Als je oortelefoons zou gebruiken, hoor je dat niet. Hiermee zijn oortelefoons gevaarlijker. Natuurlijk is het beter om geen muziek te luisteren.
Op zich is het gebruik van de Tunebug Shake veiliger dan het gebruik van oortelefoons (als je met alle geweld muziek wilt luisteren).

Okay, de tekst met 'De invloed op de helm (en hoofd) bij een ongeval is onduidelijk en werd niet getest' is op zich onduidelijk. Er had moeten staan: niet getest (maar het maakt het er niet beter op).

(Ook namens Chris Rückert)

TeJayLigFts, 04 Jul 2011 21:33

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