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Daniel Düsentrieb arbeitet nicht mehr für Beyss

Veröffentlicht am 02 März 2013 14:55, aktualisiert am 02 März 2013 15:02 (5395 mal angesehen) 7Kommentare

- Interview mit Daniel Fenn und Ymte Sijbrandij... Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass Daniel Fenn (im Deutschen Velomobilforum bekannt als Daniel Düsentrieb) der in den letzten Jahren bei und mit Beyss das Go-One Evo-R-, Evo-K- und Evo-Ks- entwickelt hat, die Firma in Straelen (Deutschland) verlässt. Ich sprach mit ihm und Ymte Sijbrandij von Velomobiel.nl

BentBlogger: Daniel, Du verlässt Beyss. Seit wann ist das klar?
Daniel: Es war nie geplant so lange überhaupt bei Beyss zu Arbeiten. Ich wollte eigentlich nur ein kleineres schnelleres und vor allem leichteres EVO bauen. So entstand das R1 mit damals historischen 21 kg. Dann wollte ein Kunde unbedingt von mir auch ein R haben dies war dann das R3. Nachdem das R3 meinem überlegen war, wollte ich natürlich auch ein heißes Eisen. Dieses R4 war dann mit zum Schluss 18,7kg (hinten ungefedert) das leichteste und vor allem das wohl mit Abstand steifste Velomobil. Es wurde natürlich einiges bekannt, vor allem im deutschen Velomobilforum. So kam es wie es kommen musste, ich sollte Die Teile in Serie bauen. Wie Du jetzt siehst es war gar nicht klar dass ich überhaupt so lange von der Heimat weg blieb. Dann entstanden noch das k und das s, angetrieben durch Fanatismus. So langsam geht es aber entwicklungstechnisch mit der Strategie „kleiner schneller leichter“ dem Ende entgegen. Ich habe leider den Trieb, ständig in technischer Hinsicht etwas verbessern zu müssen. Dann kam vor einiger Zeit Ymte mit auf den Plan. Ich dachte mir gleich „warum nicht?“
BentBlogger: Daniel bleibt bei Velomobiel.nl dem Velomobilbau erhalten. Wie kommt es dazu, Ymte?
Ymte: Ich kenne Daniel schon längere Zeit von Rennen und später auch von seiner Arbeit bei Beyss. Daniel hat bei Beyss eine Entwicklung initiiert und umgesetzt zur besseren Nutzung der Möglichkeiten von Glas- und Kohlenfaser mit Epoxidharz beim Bau von Velomobilen.
Wir wollten gerne, dass man bei Beyss die neuen Einblicke auch für das Quest nutzt. Das ging aber nicht von selbst. Deshalb haben wir Ende 2011 Daniels Hilfe dafür angefragt. Er hat bei Beyss Belastungsmessungen an der Questkarosse gemacht und dann ein Vorschlag gemacht, einige Versteifungen an bestimmten Stellen anzubringen wo es nicht notwendig ist, es leichter zu machen. Das Quest ist seitdem steifer, leichter und schöner verarbeitet. Bei Beyss haben wir auch gesehen, dass Daniel die Mitarbeiter dazu gebracht hat, die Karossen besser und schöner zu machen. Von Daniel hatte ich gehört, dass er nicht für immer in der Serienproduktion arbeiten will und dass er vielleicht neue Herausforderung braucht. Deshalb haben wir gefragt, ob er vielleicht eine Pause bei Beyss machen will, um den neuen Mitarbeitern in unserer Werkstatt in Rumänien die Regeln und die Kunst der Kunststoffbearbeitung zu lehren.
BentBlogger: In der IT-Welt wäre wahrscheinlich das Geschrei groß, dass ein Mitarbeiter, der - sagen wir mal - von Microsoft zu Apple wechselt, internes Firmen-Knowhow mitnimmt. Ist das im Velomboilbau auch eine Gefahr?
Daniel: Die Frage ist schwierig zu beantworten. „Nicht ganz ohne“ trifft es schon. Patente hat keiner. Es ist schon so, dass man mit Faserverbundwerkstoff darauf achtgeben kann wie man es legt und welchen Arbeitsschritt man vor welchen macht. Wie man mit dem Harz, mit dem Material und vor allem mit seinen Fähigkeiten umgeht. Das Elementarste ist aber, wie man konstruiert. Dem ganzen wurde Jahre lang nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet. Unter anderem auch, wie und zu welchen Zeitpunkt wo welche Kräfte auftreten. Der Antrieb, diesen unter einem "Hut" zu bringen wurde praktisch immer vernachlässigt.
Ymte: Wir hatten schon gedacht das es die Leute von Beyss nicht froh machen würde, aber eine Pause von der Arbeit muss jeder machen können und wir hatten ja auch mit Beyss eine Art von Zusammenarbeit gehabt. Damals hat Beyss die Teile vom Quest-Fahrwerk übernommen für das Go-one 3 und das Evo, deshalb haben wir gedacht es auch nicht so ein Problem wenn wir was von ihrer Kunststofftechnik übernehmen. Es war auch gar nicht unsere Idee, Daniel "weg zu kaufen" bei Beyss, es ist aber so, dass Beyss gemeint hat, dass Daniel wählen soll für wen er arbeiten will, und dass es kein Zurück gibt nach dieser Wahl.
Wann Daniel aber nun nicht zurück zu Beyss kann, aber noch Ideen und Lust hat weitere Velomobil-Entwicklungen zu machen dann stellen wir ihm gerne unsere Werkstatt zur Verfügung. In welcher Form er bei uns arbeiten will und was weiter kommt, ist im Moment ganz offen aber möglich ist viel.
BentBlogger: Was hat es mit Eurer Werkstatt in Rumänien eigentlich genau auf sich?
Ymte: Da muss ich etwas ausholen. Seit den Anfängen der Quest-Produktion gibt es Wartelisten. Das hat immer mehr oder weniger Druck auf uns ausgeübt, die Produktion zu steigern. Wir haben das auch gemacht, erst mit 2 und später mit 4 Mitarbeitern die alle auch gleich beteiligt waren in der Firma. Das hat alles gut funktioniert aber die Warteliste wird trotzdem immer länger. Mit unserer Struktur von 4 Inhabern, die alle ihren eigenen Teil vom Betrieb versorgen, war es aber schwierig neue Mitarbeiter anzustellen weil es wenig Struktur gab und niemand der Chef ist. Außerdem haben Entwicklung, Verkaufsberatung und Serienproduktion jeweils ein eigenes Tempo, was schwierig zu kombinieren ist in einer Werkstatt.
Außerdem ist die Idee gewachsen, dass der Velomobil Markt wachsen soll, man es für potentielle Fahrer einfacher machen muss Probefahrten, Ankauf und besonders Service und Wartung zu bekommen. Dafür muss man dann mit Vertretern arbeiten. Auf Dauer funktioniert das aber nur, wenn die auch die Möglichkeit haben, was zu verdienen. Wir wollen gerne die Velomobile auch bezahlbar halten und dann bleibt nur noch übrig, dass man die Produktionskosten senkt.
Unser zuletzt angekommene Partner Jan hatte - weil er der Jüngste ist - die meiste Träume. Er hat schon 3 Jahre in Rumänien gearbeitet als Missionar und kennte deshalb die Leute und die Sprache. Seiner (holländische) Frau ist er auch dort begegnet und sie wollten gerne wieder nach Rumänien zurück, diesmal nicht um das Wort zu bringen sondern um Arbeit für die Leute zu bringen.
Kurz und gut, wir (die 4 Inhaber von Velomobiel.nl) haben velomobil.ro gegründet. Im Frühjahr 2012 ist Jan abgereist und hat mit dem Bau angefangen. Er hat eine großartige Arbeit gemacht und er hat alle bautechnischen und bürokratischen Probleme gelöst. Dabei hat er auch noch gute Mitarbeiter gesucht und Ende 2012 sind die erste Quests und Stradas in die Niederlande verschickt worden, Karossen aus der Slowakei mit in Rumänien hergestellten Metallteilen.
Ab 2013 werden alle Velomobile in Rumänien montiert. Nur die Glasfaser-Quests die noch von Beyss kommen, werden in Dronten zusammengebaut.
Es gibt noch immer Hilfstransporte von den Niederlanden nach Rumänien. In Breaza wo die Werkstatt steht, ist ein Depot und Lastkraftwagen fahren sonst immer leer zurück, und die nehmen jetzt die fertigen Velomobile mit.
In einiger Zeit wollen wir dann anfangen auch Karossen zu bauen in Rumänien, dann sind wir maximal flexibel und effizient. GFK Bearbeitung ist aber ein Fach, für das man viel Erfahrung braucht, und um anzufangen haben wir Daniel gefragt....
BentBlogger: Du hast eine ganze Weile mit den Beyss-Brüdern zusammengearbeitet. Wie haben die auf deine Ankündigung reagiert?
Daniel: Naja, der Eine recht besonnen der Andere eher weniger. Mir war das vorher aber bewusst. Trotzdem muss ich sagen, dass ein Daniel Düsentrieb natürlich nicht der Einfachste ist. Ich habe die Jahre sehr viel (naja das war jetzt untertrieben) gebastelt getüftelt und getestet was das Zeug hält. Aber nur so habe ich mich entfalten können und auch die Entwicklung vorangetrieben. Meinen großen Dank an die beiden Beyss-Brüder.
BentBlogger: Im Velomobilforum.de habe ich gelesen, dass Du Daniel dich auch wieder mehr um Training und sportliche Wettkämpfe kümmern möchtest. Was ist da geplant und inwieweit hilft Dir dein neuer Job dabei?
Daniel: Hmm einiges, man wird sehen :=) Mein neuer Job wird mir wohl nicht viel helfen , mal schauen wie die Straßen in Rumänien sind. Sonst darf ich mir wohl erst mal ein vollgefedertes Trike bauen.
BentBlogger: Nun, dann bleibt mir nur, Dir alles Gute für den neuen Job zu wünschen. Auch Dir, Ymte, vielen Dank für die Erklärungen (und die Übersetzung ins Niederländische)!

Redactie

Kommentare (7)

jack

Respect voor velomobiel.nl en Daniel voor deze stap. Het geeft wel duidelijk weer hoe goed Velomobiel bezig is in het nadenken over de toekomst van hun producten.

jack, 03 Mrz 2013 01:39

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Dit is inderdaad een stap in de goede richting voor velomobiel.nl Met name de carbon questen zijn kwalitatief niet best in vergelijking met de carbon en hybridmodellen van Beyss, de evo k en ks.

magmamarc, 03 Mrz 2013 10:32

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Dag Marc,

Kwaliteit heeft natuurlijk vele aspecten.

Groeten, Ymte

ymte, 04 Mrz 2013 08:48

RodePioneer

@Marc, @Ymte, Ik heb weliswaar geen carbon Strada, maar ik kan over de kwaliteit van de fiets niets anders zeggen dan dat die uitstekend is. Belangrijker nog is de service van Velomobiel en ACE. Die is meer dan uitstekend. Kwalitatief van hoog niveau.

Dat neemt niet weg dat het fantastisch is dat velolobiel doorontwikkeld aan de fietsen om ze nog beter te maken. Dat is ook nodig want alles is voor verbetering vatbaar, al was het alleen maar door het toepassen van nieuwe technieken.

RodePioneer, 04 Mrz 2013 11:29

NoStress

@Marc Ik denk dat Ymte bedoeld, wie kiest voor lichter (Carbon) doet concessies. Het zijn nieuwe wegen die ingeslagen worden in velomobielland. Vergeet dat niet. Men schuwt echter niet grenzen op te zoeken om jou als snelle rijder te bedienen.

Over het algemeen valt het wel mee dacht ik met de Carbon velomobielen.
Ik hoor geen geluiden van bovenmatige problemen bij welke velomobiel dan ook.
Door de jaren heen is er altijd wel wat fout of stuk gegaan, maar dat is altijd super (en meestal kostenloos zonder moeilijk doen) door VM.nl opgelost. Meestal ook weer bij andere als het een structureel probleem betrof. Daar kun je op vertrouwen en bouwen.

Er is geen fiets gelijk, altijd zitten ze in een bepaald ontwikkelstadium in detail. Ze zijn echter altijd steeds beter geworden. Mijn Q66 is nog prima te rijden als ik dat zou willen, maar voor geen goud wil ik meer terug uit mijn Q491. Een totaal andere fiets. Geen vergelijk. Alle overbodige is weg. Alles is tot op de grens gedimensioneerd in afmeting en dikte. Beter kan niet? Toch wel. VM.nl blijft doorgaan met verbeteren. Andere materialen, ander model fiets (de XS, super fiets!) en wat nog meer?

Het kan natuurlijk ook zijn dat ik bij de vroege generatie Questers hoor. Ik zit er niet zo mee dat er iets mis is met de fiets. Het kan en wordt altijd (voor je) opgelost.
Zoals in het interview naar voren komt is werken met Hightech materiaal een vak apart. Het is een goede zaak en toont visie en durf dat daarvoor een specialist voor in de arm is genomen nu.

Ps: In Engeland rijdt een carbon superlichte fiets waarvan het stuur afbrak in een bocht. Reparatie was een crime en gesteggel met de producent. Nu is hij onlangs zijn wiel verloren tijdens een afdaling. Hoe dat weer afloopt? Bij VM.nl zie ik dat niet zo snel gebeuren. Daar richten en lassen ze op hun vrije dag, nog kostenloos ook, een compleet neuspijp. Dat terwijl de het van een ongeval stamt van een vorige eigenaar....als dat geen service is?

NoStress, 04 Mrz 2013 14:17

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Nuance.
Ik ben ook behoorlijk tevreden met mijn carbonversie en rij m met een glimlach. Hij is lichter en dus sneller dan mijn oude glasvezel quest. Daarom heb ik m ook aangeschaft. De goede kanten van deze velomobiel zijn al door velen belicht, maar er zijn altijd punten die voor verbetering vatbaar zijn. Het zwakke punt voor mij persoonlijk vind ik de stijfheid van de carbonbody. Het blikkerige geluid van bewegend laminaat vind ik storend. Mede daarom heb ik het gedeelte tussen de voetengaten verstijft met een carbon strip. Dat scheelt al iets. Volgens mij heeft Wim Schermer zoiets ook al laten doen met de wangen van zijn carbonversie.
Ook is de body bovenop door een onverlaat ingedrukt met gescheurde gelcoat tot gevolg. Het laminaat is overigens nog intact (een pluspunt;)
Als ik dan de carbon quest met de body van de evo K vergelijk kan ik niet anders concluderen dat die beter "in z'n vel" zit. In dat opzicht kan een heerlijke velomobiel als de quest is, volgens mij een flinke stap vooruit maken.

Groet,

magmamarc, 04 Mrz 2013 21:53, geändert am 04 Mrz 2013 21:53

Ligfietsger

Het nadenken over design en kwaliteit kan nooit kwaad, carbon mag dan lichter zijn dan glasvezel, het is ook een stuk stijver, een stijvere body vergt weer meer van het frame, heeft ook andere voor- en nadelen, etc.

Er zijn zoals Ymte terecht zegt, vele aspecten aan kwaliteit en kwaliteit hoeft echt niet alleeeeeen maar sneller fietsen in een lichtere fiets te zijn ......

Ligfietsger, 05 Mrz 2013 19:27

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